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Glasmacher Patrick Damm bei der Herstellung eines Markenglases.
Glas ist der „Zauber gefrorenen Lichts“. Wie Wilhelm Wagenfeld sind wir fasziniert von den Eigenschaften dieses zauberhaften zerbrechlichen Werkstoffes, dem wir uns verschrieben haben. Das Glas der Museumsmanufaktur schmilzt in einem modernen 50-Liter-Schmelzofen bei Temperaturen zwischen 1250 und 1350 ° C. Der Ofen des Fabrikates „IWG Zwiesel“ wird mit Ferngas beheizt. Die Abwärme wird über einen Wärmetauscher der allgemeinen Heizungsanlage zugeführt, die seit 2006 mit Holzhackschnitzeln betrieben wird.
Rohstoff des leicht grünstichigen Glases sind Scherben von Gärflaschen, die sich auf dem Gelände des Museumsdorfes finden und in Absprache mit dem Umweltamt verbraucht werden sollen. Färbemittel des Glases sind so genannte Krösel, die die Museumsmanufaktur von der Farbglashütte Reichenbach bezieht. Die Gewerbeaufsicht und Materialprüfung des Landkreises Teltow-Fläming hat die Baruther Gläser auf Lebensmitteltauglichkeit geprüft und nicht beanstandet.
Das Glas wird in der Regel sonntags neu eingelegt und bis Montag geläutert. Glasmacher Patrick Damm und sein Vertreter Olaf Gonzalez-Valero verarbeiten die zähe Masse während der Öffnungszeiten des Museums zu kunstgewerblichen Unikaten und Klein-Serien und laden Gäste ein, selbst eine Durstkugel zu blasen.
Die Entwürfe der Museumsmanufaktur stammen zu großen Teilen von Patrick Damm und Olaf Gonzalez-Valero selbst. Gestalterische Unterstützung erfährt die Museumsmanufaktur auch von freischaffenden Glaskünstlern wie Peter Bäz-Dölle und Torsten Rötzsch. Museumsleiter Dr. Georg Goes betreut die Produktion und ist zuständig für das Gesamtsortiment. Die Museumsmanufaktur versteht sich als Ort der Bewahrung historischer „Handwerkstechniken“ und in der Tradition der Kunstgewerbemuseen als Ort der Orientierung für eine neue Stilfindung. Hierbei wird es von einem Beirat unterstützt, dem u.a. Prof. Hubert Kittel, Lehrstuhlinhaber Glas und Porzellan der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle angehört.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und nehmen gerne Ihre Bestellung entgegen. Legen Sie als Kunde selbst mit Hand an am Ofen und produzieren Sie selbst. »Prosumenten« – Kunden, die zugleich als Produzenten auftreten – sind in der Museumsmanufaktur willkommen!